Emily Blue

Das außergewöhnliche Tagebuch einer Mama
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Sonntag, 13.11.2011, 20:18

…bei Sophia Victoria, der Tochter meiner besten Freundin.

D. und mich verbindet seit langer Zeit sehr viel. Wir lernen uns zu Beginn unseres Studiums kennen und sind bald darauf unzertrennlich. Zwischendurch verlieren wir uns sogar aus den Augen und dennoch bleibt unsere Freundschaft die innigste, die ich je kennen gelernt habe.

Fast zeitgleich begeben wir und unsere Männer uns auf die Wunschreise Familie, aber bei uns beiden läuft es nicht nach Plan. Wir lassen die Untersuchungen mit mehr oder weniger guten Nachrichten über uns ergehen, verzweifeln am unerfüllten Kinderwunsch miteinander und sprechen uns gegenseitig Mut zu.

Endlich geschehen zwei Wunder – zur selben Zeit. Nur wenige Wochen trennen unsere Schwangerschaften. Ängste (Blutungen) und Freuden erleben wir gemeinsam.

Dann der schicksalhafte Tag. Genau am 21. März 2011, als unsere Tochter Mia tot geboren wird, erfahren D. und ihr Mann, dass die kleine Sophia einen lebensgefährlichen Herzfehler hat und gleich nach ihrer Geburt operiert werden muss. Ihre Geburt und die Operation übersteht sie tapfer und gut. Mittlerweile ist Sophia schon drei Monate als und ein ganz süßes Schneckerl.

Gott sei Dank verbindet mich mit D. Fürsorge und Liebe, denn so ist es für mich leichter. Aber trotzdem schmerzt es ungemein, daran zu denken, wie unser Leben mit Mia ausgesehen hätte.

E.


Foto: preisroboter.de


Freitag, 11.11.2011, 06:52

Ich wache auf und kurz darauf habe ich dieses Gefühl. Als ich ein Ziehen im Unterleib verspüre, weiß ich sofort, das ist kein gutes Zeichen.

Ich habe also doch meine Periode bekommen. Der Test hat nicht gelogen – ich bin nicht schwanger. A. ist schon unterwegs zur Arbeit. Ich rufe ihn sofort an und sage: Ich habe schlechte Neuigkeiten. Er weiß sofort was ich meine. Dann Stille. Ich merke, dass auch er enttäuscht ist – auch wenn er das nicht zeigen möchte. Gleich darauf meint er: dann müssen wir es weiter versuchen. Unverbesserlicher Optimist. Manchmal verstehe ich ihn nicht wirklich und wünschte mir, er würde auch mal ausflippen.

Ich schwanke. Doch unter das Gefühl der Enttäuschung mischt sich sogar etwas Erleichterung. In kurzen Momenten der Freude, bemerkte ich nämlich Schuldgefühle gegenüber Mia.

So habe ich mir diesen Teil meines Lebens nicht vorgestellt!

E.


Foto: gulli.com


Mittwoch, 09.11.2011, 19:22

Ich bete und hoffe. Bitte lass es wahr sein. Ich wär so gern schwanger. Schwanger zu dir geliebtes Kind. Hoffnung und Verzweiflung wechseln sich im Takt des Sekundenzeigers ab. Es gibt Anzeichen dafür, aber auch dagegen. Aber wenn man es will, sieht man alles, sogar das unsichtbare. Heute ist meine Periode fällig – doch der Schwangerschaftstest von heute früh war negativ. Ich taumle zwischen aufgeregter Freude und verzweifeltem Unglauben – auch um mich selbst zu schützen.

Werde ich wirklich erst dann schwanger werden können, wenn mein Kind weiß, dass ich wirklich bereit bin? Erst wenn meine Seele heil ist? Was ist wenn sie nie wieder heil wird?

E.


Foto: ninja250.mywoman.at


Donnerstag, 03.11.2011, 20:28

Ich fühle mich zurückversetzt. Es ist wieder Mitte März. Mia, unsere geliebte und ersehnte Tochter, ist im 8. Schwangerschaftsmonat verstorben und tot zur Welt gekommen. Schock, Verzweiflung und Fassungslosigkeit bestimmen meinen neuen Alltag.

Seit gestern ist es wieder ähnlich. Weinkrämpfe suchen mich heim. Zutiefst traurige und auch selbstbemitleidende Gedanken durchströmen meine Gefühlswelt.

Ich habe Angst vor dem Schlaf. Im Bett kreisen die Gedanken. Ich versuche mich mit einem Hörbuch abzulenken. Erschöpft von dem vielen Weinen tauche ich in einen unruhigen Schlaf. Ich erwache sehr oft und bereits eine Sekunde danach erklimmt der Gedanke an die Schwangerschaft meiner Cousine mein Erinnerungsvermögen.

Als ich am Morgen aufwache fühle ich mich wie erschlagen. A. sitzt noch kurz zu mir ans Bett bevor er zur Arbeit geht.

Unglaube und Kopfschütteln prägen meinen Tag.

E.


Foto: uhctulln.at


Mittwoch, 02.11.2011, 20:29

Bis zum Abend geht es mir einigermaßen gut. Die Gedanken an unser Schicksal blitzen nur kurz hoch – zu groß ist der momentane Unmut in der Firma.

Am Abend dann ein unerwarteter Anruf. Meine Cousine A. meldet sich und meint: Bevor es die Spatzen von den Dächern pfeifen, wollten wir es euch selber sagen – wir erwarten Nachwuchs. Ganz kurz bin ich geschockt, doch reagiere ich mitfühlend, freue mich für sie und stelle Fragen.

Danach der Absturz: Seit einer Stunde weine ich bitterlich und kann nicht aufhören. Mein Schatz versucht mich zu trösten, aber es misslingt. Gott fragt nicht nach dem warum! Aber ich tue es und obwohl mein Kopf weiß, dass unser aller Schicksal festgeschrieben steht und wir es nicht ändern können, so versteht es mein Herz doch nicht.

Wäre der Tod unserer Tochter für mich leichter zu ertragen, wenn es für mich einfacher sein würde, schwanger zu werden? Doch auch diese Frage ist irrelevant, denn die Antwort darauf bleibt mir verwehrt.

Wieder befinde ich mich in dem Strudel völliger Verzweiflung. Ich fühle mich, als hätte ich bei Mia versagt, als wäre es auch meine Schuld, dass ich nicht schwanger werden kann. Und auch wenn ich immer wieder höre, Paare werden schwanger sobald sie aufhören es zu versuchen, wehre ich mich dagegen. Ich kann und will meinen Kinderwunsch nicht aufgeben.

So vieles in meinem Leben scheint einfach nicht nach einem gerechten Plan zu verlaufen – oder bin ich nur undankbar? Ich sehe und schätze alles Gute in meinem Leben und dennoch übermannt mich meine Trauer immer wieder bis ins Innerste.

Genau ein Jahr nach meiner Schwangerschaft, erwartet nun meine Cousine ein Kind und während ich eine Kerze für Mia anzünde, freuen sich zwei Menschen auf ihr zukünftiges Familienleben. Alle Stadien zur selben Zeit, der errechnete Geburtsttermin nur wenige Tage nach Mia’s. Ich wünsche ihnen alles Gute und trotzdem ist ein verbitterter Teil vom mir neidisch und fragt sich, warum schon wieder diese Situation. Wieder wünschen wir uns ein Kind und andere freuen sich.

Ich trauere – um Mia und um mich!

E.


Foto: csn-deutschland.de


Dienstag, 01.11.2011, 20:01

Erinngerungsfetzen überschwemmen meine Gedanken wie Meereswellen. Ein Geruch, eine Situation oder völlig grundlos erscheinen Bilder vor meinen Augen.

Die eine Seite:
Ich bin mit Mia schwanger.
Ich stehe zu Allerheiligen nicht vor Mia’s Grab, sondern vor dem Grab meiner Oma.
Ich besuche meinen Opa und erzähle ihm Neuigkeiten seines zweiten Urenkels.
Ich präsentiere Stolz meinen Babybauch.

Die andere Seite:
Mia bewegt sich nicht mehr.
Ich habe Angst um das Leben meines Kindes.
Mia lebt nicht mehr.
Die Zeit im Krankenhaus und die danach.
Ich sitze an Mia’s Grab – es ist ein warmer Frühling im März. Als wäre das Wetter extra für mich schön, damit ich am Boden bei ihr sitzen kann.
Ich bin hoffnungslos.
Ich bin voller Wut.

Wie soll ich mit diesen Erinnerungen umgehen?
Sie sind schön und grausam zugleich.

E.


Foto: shopwahl.ch


Donnerstag, 04.08.2011, 13:35

Mir ist völlig klar, dass Ratschläge und Tipps, die ich bekomme, gut gemeint sind. Aber ich kann es nicht mehr hören! Keine einzige Person hat das erlebt, was ich gerade durch mache.

„Es wird schon alles wieder gut werden.“
Was wird denn gut werden? Wird Mia etwa wieder auferstehen?

„Wer weiß für was es gut war?“
Für was war es denn gut? Für gar nichts. Mia war gesund. Sie ist nicht aus einem körperlich, genetischem Grund gestorben.

„Du wirst schon wieder schwanger werden.“
Ach ja? Woher glaubst du das zu wissen? Auch das heißt nicht, dass meine Trauer versiegen wird.

„Ihr werdet schon noch Kinder bekommen.“
Ich bin mir da nicht so sicher.

Zurzeit darf man mich einfach nicht ernst nehmen. Ich kann es ja nicht einmal selber. Die Wut und die Trauer sind einfach immer noch so stark.

E.


Foto: meincoach.ch


Sonntag, 31.07.2011, 10:25

Du begegnest im Leben tausend Menschen,
und die berühren dich nicht.
Und dann begegnest du einem Menschen,
und dein Leben ändert sich – für immer!
(Zitat aus dem Film „Love and other drugs“)

A. – dieser Mensch bist du für mich.

Seit wir mit unserer Tochter im Krankenhaus waren und zu einer Familie wurden, bezeichne ich dich als meinen Mann. Denn das bist du – wenn auch nicht auf dem Papier.

Du bist meine erste große Liebe, mein Mann, mein bester Freund, mein Lebensberater, meine Motivation, mein Arschtritt, mein Grund weiter zu machen. Du bist alles für mich!

Ich danke dir von ganzem Herzen, dass du für mich da bist und dass ich für dich da sein darf.

Ich liebe dich!

E.


Foto: rauchernews.de


Samstag, 30.07.2011, 11:47

A. ist gestern beruflich weg gefahren und kommt erst morgen wieder. Das erste Mal seit Mia’s Tod bin ich jetzt allein. Das allein sein macht mir nichts aus – hat es noch nie.

Aber ich fühle mich schwach. Wenn A. bei mir ist bin ich stärker. Ich will nicht klammern, aber er ist im Moment mein Fels in der Brandung.

Besonders jetzt: Der Test war wieder negativ. Es ist eine Gradwanderung. Meine Stimmungsschwankungen sind ermüdend. Im einen Moment bin ich voll Hoffnung – im nächsten ist es die pure Verzweiflung.

Werden wie jemals ein lebendes Kind bekommen?

E.


Foto: geo-reisecommunity.de


Freitag, 29.07.2011, 18:02

Alles ist anders. Manchmal glaube ich, dass ich mich nicht einmal selber wieder erkenne. Meine Psychologin meint zwar, dass Mia’s Tod keine wesentlichen Veränderungen meines Charakters mit sich bringt, aber ich bin mir da nicht so sicher.

Früher war ich eine aufgeweckte, lustige, positive, energievolle, selbstbewusste Frau. Heute finde ich diese Eigenschaften nur mehr selten in mir wieder.

Die Arbeit ist wahrlich eine Ablenkung, auch wenn ich mir das zuvor nicht vorstellen konnte. Trotzdem komme ich mir zwischen meinen Arbeitskollegen manchmal vor wie eine Außenstehende. Erst langsam entwickelt sich persönlicher Kontakt – wahrscheinlich aus Scheu vor meinen Gefühlen.

Zusätzlich ist die Situation mit meinem Arbeitskollegen – der in den nächsten Tagen Vater wird – sehr schwierig. Ich habe Angst davor mitzubekommen, dass die Geburt losgeht, und auch vor den Erzählungen, die danach Folgen werden. Ich versuche mich, damit auseinander zu setzten, aber es gelingt mir nicht wirklich.

Manchmal glaube ich, wenn ich doch zu unserem zweiten Kind schwanger wäre, würde ich das Glück anderer vielleicht leichter ertragen können.

E.


Foto: fotocommunity.de


Freitag, 29.07.2011, 17:58

Ich erzähle Fr. V meinen Traum. Sie fragt, was ich dabei heraus lese. Ich sage ihr, dass ich glaube, dass Mia so oder so hätte gehen müssen, dass es einfach Schicksal war.

Sie meint, der Traum sagt aus, dass ich Mia’s Tod schon sehr integriert habe. Das Geschehene gelangt zunehmend von meinem Verstand in mein Herz.

Die Zähne signalisieren in der Traumdeutung den Tod an sich.

E.


Foto: traum-deutung.net