Emily Blue

Das außergewöhnliche Tagebuch einer Mama
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Mittwoch, 29.06.2011, 17:45

Heute Morgen träume ich. Von Mia.

Mia ist tot und dennoch sitze ich schwanger mit ihr in der Küche meiner Mutter. Ich sage ihr: „Ich glaube, Mia ist noch mal gestorben. Ich spüre sie gar nicht mehr.“

Daraufhin gebäre ich Mia. Sie lebt. Ich rufe A. an. Er muss Mia ins Krankenhaus bringen.

Als ich zurückkomme liegt ein Zettel am Tisch. Mia hat geschrieben. „Ich konnte leider doch nicht bleiben.“ Als Erinnerung hat sie mir ihre Milchzähne dagelassen.

Was hat das nur zu bedeuten?

Ich glaube, dass Mia so oder so hätte gehen müssen – egal wie und wann.

E.


Foto: ornauer.at


Mittwoch, 08.06.2011, 11:22

Die Zeit zu zwei in unserem Paar-Kurzurlaub ist wundervoll. Ich genieße es – dieses Paarsein. Miteinander über Gott und die Welt reden, Kaffee trinken, Leute beobachten, Shoppen, in der Sonne liegen, gut essen,… Das ist fast wie früher – obwohl diese Tatsache auch etwas irritierend ist.

Während dessen wandert die Zeit dahin. Der Mutterschutz neigt sich dem Ende. Ich genieße die letzten Tage in vollen Zügen. Jetzt noch, geht es nur um mich. Heute fahre ich wieder fort. Drei Tage Wellness mit meiner besten Freundin. Eigentlich wollten wir diesen Ausflug zu viert machen – wir und unsere Bauchzwutschgis. Jetzt sind wir nur zu dritt.

Doch Mia wird immer dabei sein. Sie ist in meinem Herzen – ganz tief drinnen – wo sie immer bleiben wird. Ich gehe jetzt nicht mehr jeden Tag zu Mia’s Grab. Ich integriere. Die nächste Trauerstufe.

E.


Foto: jugendgaestehaus-neuepost.info


Mittwoch, 01.06.2011, 21:38

Morgen fahren wir auf Kurzurlaub nach Kroatien – zu zweit. Diesmal sind wir also wieder alleine – ohne Mia. Beim letzten Urlaub waren wir zu dritt. Das war wunderschön.

Trotzdem wird Mia auch so dabei sein. Die gemeinsame Zeit werde ich sehr genießen – quasi eine meiner Aufgaben.

Ich freue mich schon sehr. Es ist wieder ein Schritt in die Normalität, obwohl ich mir ein „normales“ Leben momentan noch immer nicht richtig vorstellen kann.

Aber jetzt heißt es erst mal vier Tage lang abschalten, genießen und unsere Zweisamkeit leben.

E.


Foto: apo23.at


Dienstag, 31.05.2011, 16:22

Heute ist dein errechneter Geburtstermin. Vielleicht wärst du heute geboren worden, vielleicht wärst du aber auch schon bei uns. Tatsache ist, dass du auch so Teil unserer Familie bist. Das warst du schon seit dem Tag als wir von dir erfuhren.

Mia, mein hübsches, entzückendes, kleines Mädchen, ich möchte dir danken. Du hast mein Leben um so vieles bereichert. Durch dich bin ich ein anderer Mensch geworden – ein besserer Mensch. Du hast mich stark gemacht und mir gezeigt, dass auch ein kleines Kind, das ich nie lebend gesehen habe, fähig ist, Liebe zu geben.

Ich danke dir, dass du uns als Eltern ausgesucht hast. Ich bin so stolz auf dich. Du bist ein so tapferes Mädchen – hast meine Trauer um meine Oma, meine Ängste um dich und deinen eigenen Tod durchlitten. Aber weißt du was? Du warst nie alleine und das wirst du auch nie sein. Genauso wie wir nie ohne deine Liebe sein werden. Im Himmel sorgt deine Uroma für dich und ich weiß, dass sie es gut machen wird, denn auch für uns war sie immer da.

Wenn meine Zeit gekommen ist, werden wir wieder vereint sein. Dann werde ich dir meine Liebe auch durch meine Liebkosungen und Berührungen zeigen dürfen. Bis dahin sind es meine Gedanken und meine Gefühle, die dich sanft streicheln.

In ewiger Liebe, deine Mama.


Montag, 30.05.2011, 14:39

Der Fehler liegt bei der Krankenkasse – ins System wurde statt früher Todgeburt nur Todgeburt eingegeben. Das heißt der Mutterschutz dauert tatsächlich 12 Wochen. Ich bin erleichtert, auch weil ich mich selbst darum kümmere und mich bei der Dame entschuldige, zu der ich sehr unfreundlich war.

Auch bei der Arbeiterkammer erkundige ich mich, welche Rechte und Pflichten ich jetzt weiter habe. Das Angebot, nach Ende des Mutterschutzes Teilzeit oder halbtags zu arbeiten, ist vom Arbeitgeber sehr entgegenkommend, aber es gibt danach keine Sicherheit, dass ich wieder Vollzeit arbeiten darf.

Dies würde sich dann auch auf ein erneutes Wochengeld auswirken, falls ich innerhalb dieser Zeit bzw. der ersten drei Monate wieder schwanger werden sollte. Die Frage nach einer zweiten Schwangerschaft darf übrigens von Rechtswegen nicht gestellt werden, aber dennoch wird sie kommen.

Ich muss mir jetzt also überlegen:

Bin ich nach Ende des Mutterschutzes schon bereit wieder zu arbeiten?
Oder gehe ich in Krankenstand?
Nehme ich mir einige Tag von meinem Resturlaub?
Arbeite ich dann Teilzeit, halbtags oder wieder voll?

So oder so – es ist ein Ausblick!

E.


Foto: davidfoltin.de


Sonntag, 29.05.2011, 22:45

Gestern verbringe ich den ersten Abend seit Mia’s Tod im Gasthaus in meinem Heimatort. Ich bin etwas nervös. Wen werde ich treffen? Wer spricht mich an?

Aber es ist ganz anders als erwartet. Ich treffe kaum Bekannte und niemand spricht mich an. Trotzdem ist dieser erste Abend in der Öffentlichkeit ungewohnt. Ich bin etwas unsicher. Will kaum auf die Toilette gehen, aus Angst jemanden zu begegnen.

Dennoch ist auch das ein kleiner Fortschritt. Immer öfter denke ich mir im Nachhinein, ach wäre ich doch mit gegangen. Bald, ja bald, werde ich es wieder schaffen. Dann werde ich gerne ausgehen und es wird sein wie es ist – mit all seinen Höhen und Tiefen.

E.


Foto: suite101.de


Samstag, 28.05.2011, 22:13

Freitag Mittag ruft mich meine Arbeitskollegin an. Die Lohnverrechnerin des Steuerbüros fragt, warum ich noch nicht wieder arbeite, weil der Mutterschutz schon am 16. Mai geendet hat. E. fragt mich, ob ich Bescheid wisse. Ist ja interessant, antworte ich, mir wurde von der Krankenkasse Mutterschutz bis 21. Juni – also 3 Monate nach Mia’s Geburt – zugesagt.

Verwirrt, verunsichert und verärgert fahre ich noch schnell mit dem Fahrrad hin, um nachzufragen. Ich war richtig unfreundlich, was mir im Nachhinein auch Leid tut. Aber muss es das wirklich sein? Nicht nur, dass ich den Tod meiner Tochter erleben muss, soll ich mich jetzt auch noch um Behördenblödsinn kümmern?

Ich bin so verärgert!

E.


Foto: jpc.de


Freitag, 27.05.2011, 20:26

…oder einfach nur das Leben?

Momentan scheint es mir so, als ob unsere Familie vom Pech verfolgt ist. Im September stirbt meine Oma, noch bevor sie von ihrem zweiten Enkelkind erfährt, dann stirbt unsere Tochter noch vor ihrer Geburt und jetzt erfahren wir, dass der Onkel meiner Mutter an Krebs erkrankt ist.

Das Leben ist doch wirklich grausam. Trifft es uns im Moment besonders hart oder ist es so wie A. sagt? Die Familie ist groß und der Kontakt zu allen ist sehr intensiv, da gibt es einfach mehr „Risikofaktoren“.

Aber zum Leben gehört nun auch mal der Tod und im Laufe eines Lebens mehren sich dadurch auch die Todesfälle.

Es ist doch einfach besch…

E.


Foto: weblog.hildania.de


Donnerstag, 26.05.2011, 20:56

Seit meiner Jugend schreibe ich Tagebuch. Nicht immer und auch nicht regelmäßig. Aber aus einem bestimmten Grund – es hilft mir sehr, Gefühle in Worte zu fassen und diese somit besser zu verstehen.

Jetzt, da ich dieses Schicksal erleide, schreibe ich nicht nur Tagebuch. Ich verarbeite meine Trauer ganz bewusst in diesem Blog. Jeder Mensch, der es liest, soll erfahren, wie es einer Mutter ergehen kann, deren Kind gestorben ist.

Es sind Gefühle in einer Bandbreite, die für eine außenstehende Person nur schwer nachzuvollziehen sind. Aber dennoch sind sie präsent und wenn ich nur einem Menschen damit helfe zu verstehen, war es meine Mühe wert.

Auch deshalb möchte ich meiner Geschichte ein „Gesicht“ geben, denn hinter den Tagebucheinträgen steckt meine Realität, mein Leben.

E.


Mittwoch, 25.05.2011, 21:21

Ich beschäftige mich intensiv mit meiner Trauer. Deshalb lese ich Bücher, in denen es um Schicksal, Verlust und Trauer geht. Dort heißt es immer wieder, dass die Trauer nie verschwindet, sich aber sehr wohl verändert. Diese Veränderung beginne ich mittlerweile auch öfter zu spüren.

Vor einiger Zeit noch lauteten meine Gedanken folgendermaßen: Ich fahre durch meinen Heimatort und Menschen, die mich sehen, werden denken: das ist E. – ihr Kind ist im 8. Monat gestorben.

Dieser Gedanke war für mich irgendwie schwer zu ertragen, obwohl ich nicht genau sagen kann warum.

Jetzt denke ich mir: Ja, das bin ich! Mein Kind ist im 8. Schwangerschaftsmonat gestorben! Es ist so. Nichts kann das ändern und nichts wird das ändern.

Aber ein Gedanke bleibt für immer: Mia, ich liebe dich!

E.


Foto: cherrykiss.mywoman.at